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Brückenbauen über die Gräber von Kriegsopfern

Schüler aus Wolgograd besuchten Österreich

FRAUENKIRCHEN und WALLERN, 27. März 2015:

16 Schüler und 4 Lehrer aus der Schule 114 in Pestschanka, einem Außenbezirk von Wolgograd (dem ehemaligen Stalingrad) besuchten für 1 Woche Österreich. Als Dank für die Pflege und Erhaltung des dort befindlichen Österreicher-Mahnmales - zum Andenken an die 45.000 in der Schlacht um Stalingrad im 2. Weltkrieg 1942/43 gefallenen Österreicher - hat das Österreichische Schwarze Kreuz- Kriegsgräberfürsorge (ÖSK) die Schule zu einem Kultur- und Gedankenaustausch eingeladen.

Die Idee zu diesem Mahnmal in Wolgograd ist im Jahre 1996 einer Bürgerinitiative, mit Prof. Dr. Helmut Zilk an der Spitze, entsprungen, die von der Politik, dem ORF und dem ÖSK getragen wurde. Entworfen wurde das Monument von Prof. Wilhelm Holzbauer. Die Schule 114 in betreut dieses Denkmal seit damals gemeinsam mit dem ÖSK. Alljährlich entwickeln Lehrkörper und Schüler darüber Projektarbeiten mit dem Aufruf zur Völkerverständigung und zum Frieden. Der Begriff "Brückenbauen über die Gräber der Kriegsopfer hinweg"ist hierzu ein Leitmotiv.

Im Rahmen des Schulbesuches in Österreich wurden Soldatenfriedhofe, Gedenkstätten und Mahnmale besichtigt. Ebenso standen Kultur, Schulbesuche und Gespräche auf dem Programm. Dank einer Initiative von Direktor Prof. Dr. Gerhard Gürtlich konnten die Gäste Teile des Burgenlandes mit der Neusiedler Seebahn erkunden. "Großen Bahnhof" gab es in Frauenkirchen, wo Bürgermeister Prof. Josef Ziniel mit Schülern aus Frauenkirchen die Delegation des ÖSK und die russischen Schüler begrüßte und kleine Gastgeschenke verteilte.

Nach einer Kranzniederlegung am Soldatenfriedhof ging es nach Wallern, wo Lan-deshauptmann Hans Niessl zur Labung in das Landgasthof Tauber einlud. Bürger-meister Helmut Huber ließ es sich nicht nehmen mit ein kleinen Geschenken aufzuwarten.

Dem gesteckten Ziel dieses Besuches, das beiderseitige Verständnis für ein Europa in Frieden und demokratischer Freiheit - unter Anerkennung der jeweiligen Eigenart der Nationen - aktiv zu fördern, konnte ein Stück nähergekommen werden.

Alexander Barthou, Generalsekretär des ÖSK

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