Gegenwart: Laufende Streckenmodernisierung
Die heutige Strecke der Neusiedler Seebahn verläuft von der Eigentumsgrenze zwischen den Bahnhöfen Neusiedl am See (ÖBB-Bahnhof) und Bad Neusiedl am See (NSB-Bahnhof), wo die Strecke an das Netz der ÖBB anschließt, über Pamhagen nach Fertőszentmiklós in Ungarn, wo es einen Anschluss ans Netz der Raaberbahn gibt. Die gesamte Streckenlänge beträgt 48,659 km, davon entfallen auf österreichisches Gebiet 37,929 km. Die Neusiedler Seebahn ist eine mit dem Stromsystem 25 kV/50 Hz elektrifizierte Nebenbahn, die für den Personen- und Güterverkehr genutzt werden kann.
Seit Beginn des Modernisierungsprogrammes im Jahr 2003 wurden auf der Strecke der Neusiedler Seebahn u.a. folgende technische Maßnahmen verwirklicht, die einer Steigerung der Verkehrssicherheit und der Qualität im Personenverkehr sowie einer Anhebung der Streckengeschwindigkeit dienen:
- Umbau des Abschnittes Frauenkirchen – St. Andrä am Zicksee für eine Streckengeschwindigkeit von 120 km/h
- Errichtung eines Mittelbahnsteiges in St. Andrä am Zicksee und Mönchhof-Halbturn
- Elektrifizierung der gesamten Strecke von Neusiedl am See über Pamhagen bis Fertőszentmiklós – Inbetriebnahme der elektrifizierten Strecke am 24. April 2004
- Streckenumbau im Abschnitt Pamhagen – Wallern (2005) und Gols – Mönchhof-Halbturn (2008)
- Errichtung von Randbahnsteigen an den Bahnhöfen Bad Neusiedl am See (2006), Gols (2007) und Weiden am See (2007)
- Errichtung eines Fahrgastinformationssystems (2008)
Für die nächsten Jahre ist eine Fortsetzung der Investitions-, Erhaltungs- und Erneuerungsaktivitäten vorgesehen. Die Höhe der bis 2014 durchzuführenden Investitionen beträgt 17,6 Millionen EUR. Diese Vorhaben umfassen unter anderem:
- Komplette Erneuerung des Oberbaues zwischen den Bahnhöfen Bad Neusiedl am See und Gols
- Komplette Erneuerung des Oberbaues zwischen den Bahnhöfen St. Andrä am Zicksee und Wallern
- Errichtung eines Mittelbahnsteiges im Bahnhof Pamhagen
- Errichtung von Sicherungsanlagen für Eisenbahnkreuzungen entlang der gesamten Strecke
- Erweiterung der FSE-Anlagen
- Errichtung eines Streckenkabels

